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Leitfaden · Sicherheit

Cloud oder eigener Server für die Kanzlei?

Beide Modelle können sicher sein. Der Unterschied liegt darin, wer die Infrastruktur betreibt, wo die Daten liegen und wie viel eigenen Aufwand die Kanzlei in die Wartung stecken möchte.

4. Oktober 20266 Min. Lesezeit

Wenn eine Kanzlei neue Software auswählt, lautet eine der ersten Fragen, wo die Software laufen soll. Im Internet begegnet man oft der vereinfachten Ansicht, die Cloud sei immer unsicher oder der eigene Server immer sicher. Beides stimmt nicht. Sicherheit hängt davon ab, wie ein System eingerichtet und gewartet wird – nicht nur davon, wo es steht.

Worin der Unterschied liegt

Cloud bedeutet, dass der Anbieter Anwendung und Infrastruktur betreibt. Die Kanzlei meldet sich über den Webbrowser an; Updates und Datensicherungen sind Teil der Leistung.

Eigener Server bedeutet, dass die Anwendung auf einer Infrastruktur installiert wird, die die Kanzlei oder das Unternehmen kontrolliert: eigener Server, Private Cloud oder virtueller Server. Die Kanzlei entscheidet, wo die Daten liegen, wer Netzwerkzugriff hat und wie Datensicherungen erstellt werden.

Vergleich

CloudEigener Server
EinstiegSchnell, ohne HardwarebeschaffungServer und Netzwerk müssen vorbereitet werden
WartungBeim AnbieterBei der Kanzlei oder einem beauftragten Partner
UpdatesZentral, automatischNach vereinbartem Plan
DatensicherungenTeil der LeistungNach eigener Strategie
DatenstandortInfrastruktur des AnbietersStandort nach Wahl der Kanzlei
Zugriff von außenÜber das InternetAuf Wunsch nur aus dem internen Netz
IntegrationenVerfügbare Integrationen des DienstesZusätzlich interne Systeme

Wann die Cloud eine gute Wahl ist

  • Die Kanzlei hat keinen eigenen IT-Support und möchte sich nicht um einen Server kümmern.
  • Die Anwälte arbeiten oft außerhalb der Kanzlei – bei Gericht, bei Mandanten oder von zu Hause.
  • Ein schneller Start ohne Hardwarebeschaffung ist wichtig.
  • Die Kanzlei möchte, dass Datensicherungen und Updates als Teil der Leistung erledigt werden.

Wann ein eigener Server eine gute Wahl ist

  • Die Organisation hat interne Vorgaben zum Datenstandort oder zum Netzwerkzugriff.
  • Es gibt ein IT-Team oder einen Partner, der die Infrastruktur betreut.
  • Die Software soll an interne Systeme angebunden werden, etwa in der Rechtsabteilung eines größeren Unternehmens.
  • Der Zugriff soll auf das interne Netz beschränkt sein.

Wichtig: Ein eigener Server ist nicht automatisch sicherer. Ein Server, der nicht aktualisiert wird und keine geprüften Datensicherungen hat, ist ein größeres Risiko als ein gut gewarteter Dienst.

Fragen, die Sie dem Anbieter stellen sollten

  1. Wo genau liegen die Daten, und in welchem Land?
  2. Wer erstellt die Datensicherungen, wie oft, und wie wird die Wiederherstellung getestet?
  3. Wie werden Berechtigungen vergeben, und werden wichtige Aktivitäten protokolliert?
  4. Wie läuft der Wechsel von einem Modell zum anderen, wenn sich die Anforderungen ändern?
  5. Wie erhalte ich alle meine Daten, wenn ich den Dienst nicht mehr nutze?
So ist es bei Lexeya. Lexeya ist in beiden Modellen dieselbe Plattform. Lexeya Cloud ist ein verwalteter Dienst, Lexeya Private wird auf Ihrer Infrastruktur installiert. Ein Wechsel zwischen beiden bedeutet keinen Softwarewechsel.

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